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Wort des Jahres
Unwort des Jahres
 
2001 - Wort des Jahres: "Der 11. September"
 
Weitere Wörter: Anti-Terror-Krieg, Milzbrandattacke, Schläfer, simsen, "Und das ist (auch) gut so!" (Wowereit-Ausspruch)
 
 
 
2000 - Wort des Jahres: Schwarzgeldaffäre
 
Weitere Wörter: BSE-Krise, "gegen Rechts", SMS, Greencard, butalstmöglich, Big-Brother-Haus, Kampfhund
 
 
 
1999 - Wort des Jahres: Millennium
 
Weitere Wörter: Kosovokrieg, Generation @, Euroland, nachbessern, Doppelpass, Anderkonto, feindliche Übernahme, Sofi (Sonnenfinsternis), Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgaben- übertragungsgesetz
 
 
 
1998 - Wort des Jahres: Rot-Grün
 
Weitere Wörter: Viagra, neue Mitte, "Ich habe fertig", Event, Jahr-2000-fähig, Cousinenwirtschaft, Moralkeule, Euroland, Ökosteuer, nachhaltig, "piep, piep, piep"
 
 
 
1997 - Wort des Jahres: Reformstau
 
Weitere Wörter: Ruck durch Deutschland, Bildungsmisere, Klonschaf, Elchtest, Tamagotchi, Jahrhundertflut, Paparazzi, Arbeitsgesellschaft
 
 
 
1996 - Wort des Jahres: Sparpaket
 
Weitere Wörter: Haushaltslöcher, Lohnfortzahlung, Globalisierung, Homepage, Rechtschreibreform, genmanipuliert, Kinderschänder, Inline-Skating, Ladenschluß
 
 
 
1995 - Wort des Jahres: Multimedia
 
Weitere Wörter: Eurogeld, Kruzifixurteil, Reichstagsverhüllung, Kampfeinsatz, anklicken (mit der Computermaus), virtuelle Realität, Datenautobahn, Wir sind Kirche, Rechtschreibreform
 
 
 
1994 - Wort des Jahres: Superwahljahr
 
Weitere Wörter: Jackpot, Unwort, Osterweiterung, Filosofieschlanker Staat, Peanutsbezahlbar (bezahlbare Wohnungen), Zukunftsministerium, rote Socken
 
 
 
1993 - Wort des Jahres: Sozialabbau
 
Weitere Wörter: Standort Deutschland, Blutskandal, Amigo-Affäre, Pflege/Pflegeversicherung, umdenken, großer Lauschangriff, Asylkompromiß, Ostalgie, Dino
 
 
 
1992 - Wort des Jahres: Politikverdrossenheit
 
 
 
 
1991 - Besserwessi
 
 
 
 
mehr: Gesellschaft für deutsche Sprache
 
 
 
 
 
 
 
 
2001 - Unwort des Jahres:
 
Gotteskrieger
Begründung der Jury: Kein Glaube an einen Gott, gleich welcher Religion, kann einen Krieg oder gar Terroranschläge rechtfertigen.
Weitere Unworte: Kreuzzug (für Militärschlag), Topterroristen, therapeutisches Klonen, Gewinnwarnung.
 
 
2000 - Unwort des Jahres:
 
National befreite Zone
Begründung der Jury: Menschenverachtender Begriff von rechtsradikalen Jugendlichen. Mit dem Begriff (auch: "zeckenfreie Zone") werden auf zynische Weise Gebiete und Orte umschrieben, aus denen durch terroristische Übergriffe Ausländer und Angehörige anderer Minderheiten vertrieben wurden und die Einwohner durch Einschüchterung daran gehindert werden, sich noch offen gegen diesen Terror zu wehren. Andere diskutierte Wörter: "überkapazitäre Mitarbeiter", Separatorenfleisch, "Dreck Weg!" (CDU-Wahlslogan in Darmstadt), Leitkultur
 
 
1999 - Unwort des Jahres:
 
Kollateralschaden
Begründung der Jury: Bezeichnung der NATO für die zivilen Opfer des Kosovo-Kriegs. Sie lenke mit ihrer "imponierenden Schwerverständlichkeit vom schlimmen Inhalt diese Bennenung ab und verharmloste (...) die militärischen Verbrechen (...) als belanglose Nebensächlichkeit".
 
 
1998 - Unwort des Jahres:
 
Sozialverträgliches Frühableben
Begründung der Jury: Ärztepräsident Karsten Vilmar hatte sich im Dezember 1998 geäußert: "Dann müssen die Patienten mit weniger Leistung zufrieden sein, und wir müssen insgesamt überlegen, (...) ob wir das sozialverträgliche Frühableben fördern müssen." Als blanken "Standesegoismus", und eines Sprechers der Ärzteschaft unwürdig rügte die Jury diese Aussage.
 
 
1997 - Unwort des Jahres:
 
Wohlstandsmüll
Begründung der Jury: Der ehemalige Nestle-Konzernchef Helmut Maucher hatte damit arbeitsunwillige und kranke Menschen bezeichnet, die den Sozialstaat ausnutzen und zu Drogen greifen. Die Jury wählte diese Formulierung zum Unwort des Jahres, weil damit ein "Gipfel in der zynischen Bewertung von Menschen ausschließlich nach ihrem Marktwert" erreicht sei.
 
 
1996 - Unwort des Jahres:
 
Rentnerschwemme
Begründung der Jury: Dieses Wort stelle ein falsches, angstauslösendes Naturbild für einen sozialpolitischen Sachverhalt dar.
 
 
1995 - Unwort des Jahres:
 
Diätenanpassung
Begründung der Jury: Die Diskussion um die Bezahlung und Versorgung von Bundestagsabgeordneten führte dazu, daß das Wort "Diätenanpassung" von der Jury zum Unwort des Jahres 1995 erklärt wurde. Mit diesem Wort solle ein Sachverhalt schöngefärbt und heruntergespielt werden.
 
 
1994 - Unwort des Jahres:
 
Peanuts
Begründung der Jury: Der Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Chef der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, geringschätzig über offene Handwerkerrechnungen in Höhe von rund 50 Millionen Mark im Zusammenhang mit der Pleite des Immobilienunternehmers Jürgen Schneider.
 
 
1993 - Unwort des Jahres:
 
Überfremdung
Begründung der Jury: Es handelt sich um ein Scheinargument gegen Zuzug von Ausländern.
 
 
1992 - Unwort des Jahres:
 
Ethnische Säuberung
Begründung der Jury: Verharmlosende Propagandaformel im ehemaligen Jugoslawien.
 
 
1991 - Unwort des Jahres:
 
Ausländerfrei
Begründung der Jury: Fremdenfeindliche Parole in Hoyerswerda.
 
 
 
mehr: Aktion Unwort des Jahres.
 
 
 
 
 
 
(Un)Wort - Der Unterschied der gekürten Wörter:
Beim Wort des Jahres geht es der Gesellschaft für deutsche Sprache darum, Begriffe zu benennen, die in dem betreffenden Jahr besonders häufig benutzt wurden. Mit dem Unwort des Jahres kritisiert eine Jury an der Universität Frankfurt am Main Begriffe, die häufig benutzt wurden, aber einen Sachverhalt beschönigen und in ungeeigneter Weise verharmlosen. Die Begriffe werden von Bürgern vorgeschlagen. Die Unwort-Jury ist seit 1994 unabhängig, bis dahin wurden Wort und Unwort von der Gesellschaft für deutsche Sprache ausgelobt.
 
 
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Gesellschaft für deutsche Sprache
Aktion Unwort des Jahres - (Prof. Horst D. Schlosser)
Verein zur Wahrung der deutschen Sprache
Amerikanischer Doublespeak Award
Inoffizielle Seiten zur Unwort-Wahl
Die deutsche Rechtschreibung - Der Duden.
Die neue deutsche Rechtschreibung
Sprachkreis Deutsch Bern, Schweiz
Anglizismen auf deutsch - Material, Bücher, Links
Projekt deutscher Wortschatz - Universität Leipzig
 
 
 
 
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